Camping und Corona | Camping News Wochenrückblick – KW30/2020

Camping und Corona | Camping News Wochenrückblick – KW30/2020

Im Corona-Jahr 2020 ist die Beliebtheit des Caravanings extrem angestiegen. Das verwundert nicht: Angesichts der zahllosen Reisebeschränkungen scheint nur das Wohnmobil die gewünschte Privatsphäre mit der Reiselust verbinden zu können.

Caravaning in Corona-Zeiten: Boom der Wohnmobilzulassungen

Im Corona-Jahr 2020 ist die Beliebtheit des Caravanings extrem angestiegen. Das verwundert nicht: Angesichts der zahllosen Reisebeschränkungen scheint nur das Wohnmobil die gewünschte Privatsphäre mit der Reiselust verbinden zu können. Schon seit dem Frühjahr 2020 meldet die Branche stark steigende Verkaufs- und Vermietungszahlen.


Kapazitätsengpässe bei Wohnmobilstellplätzen durch Corona

Gerade an den Wochenenden kommt es inzwischen vermehrt zu Kapazitätsengpässen auf Campingplätzen. Ab Freitag sind sie vielerorts komplett ausgebucht.

Eingefleischte Camper verwundert das nicht: Die gesetzlichen Abstandsregeln lassen sich mit dem Caravan am ehesten einhalten. Das Wohnmobil als zweites Zuhause schafft anders als ein Hotel keine Probleme mit zu großer Nähe untereinander.

Die zwei Meter Entfernung zu anderen Reisenden werden auf jeden Fall gewahrt. Nicht einmal die öffentlichen Toiletten und Duschen müssen Camper zwingend benutzen: Sie haben ihre Sanitäreinrichtung im Camper dabei.

Das rollende Mini-Eigenheim schafft damit während der Coronakrise deutlich mehr Sicherheit im Urlaub. Die Branche freut sich über den erhöhten Zuspruch.

Ihre Experten wie Frank Heinrichsen (Hymer GmbH) nennen konkrete Zahlen:

Im Mai 2020 verzeichnete die Branche in Deutschland über 10.000 Neuzulassungen. So viele gab es noch nie in einem Monat.
Das Plus betrug über alle Kategorien hinweg 16 %.
Bei den Reisemobilen war ein Zuwachs von ~30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.

Caravan-Boom durch Corona: vielfältige Gründe

Es gibt mehrere Gründe für den Boom des Caravanings in Coronazeiten. Zunächst einmal können die Camper wie erwähnt überall ohne Probleme auf Abstand achten. Doch auch die nötige Flexibilität des Reisens lässt sich eigentlich nur mit dem Wohnmobil realisieren.

Wenn nämlich eine Region über Nacht zum Risikogebiet wird, können die Camper einfach ausweichen. Sie reagieren flexibel auf geänderte Reisebestimmungen und wählen ihre Urlaubsziele auch ganz spontan.

Die Methode kennen erfahrene Camper schon aus vergangenen Jahren, wenn sie etwa das Reiseziel nach dem Wetter wählten. Nun heißt es nicht mehr nur: Wo ist das Wetter am schönsten? Wo wollen wir hin? Die entscheidende Zusatzfrage lautet: Wo dürfen wir ab heute hin, ohne in Quarantäne zu müssen?


Diese Freiheit haben Pauschalreisende nicht. Sie riskieren, dass ihre Urlaubsdestination urplötzlich zum Corona-Hotspot wird und sie nun entscheiden müssen, ob sie das Risiko einer Quarantäne (zumeist nach der Rückkehr) in Kauf nehmen oder die Reise stornieren und dann auf die Rückzahlung durch den Veranstalter warten, die bekanntermaßen neuerdings sehr lange dauern kann. Solche Sorgen haben die Camper nicht.

Camping in der Coronakrise: Was kostet der Spaß?

Neueinsteiger ins Camping fragen nun nach den Kosten. Wer ein kleines, neues Wohnmobil anschaffen möchte, sollte sich auf Preise um 50.000 bis 60.000 Euro einstellen.

Nach oben gibt es bekanntlich kaum Grenzen. Wenn der Camper etwas größer und luxuriös ausgestattet sein soll, wird beim Neukauf schnell eine sechsstellige Summe fällig. Viele Interessenten mieten aber zunächst das fahrende Urlaubsdomizil für einen kleineren Urlaub.

Das kostet in der Hochsaison für vier Personen und zwei Wochen ab rund 2.000 Euro. Das ist ein Minimalpreis, günstiger geht es kaum. Diese Preise könnten sogar noch leicht anziehen, wenn der Boom der Branche anhält.

Das ist zu erwarten, denn die Pandemie wird wohl nicht so schnell enden.


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