Corona und das Wohnmobil – Auswirkungen auf die Campingbranche
Welche Auswirkungen hat Corona auf die Camping-Branche? Offenbar keine so schweren, wie man befürchten könnte – auch mangels anderer Reisealternativen.





Corona und das Wohnmobil – Auswirkungen auf die Campingbranche

Welche Auswirkungen hat Corona auf die Camping-Branche? Offenbar keine so schweren, wie man befürchten könnte – auch mangels anderer Reisealternativen.

Ende des Booms beim Caravaning?

Der Verkauf und Verleih von Caravans boomt seit Jahren. Da nun weltweit alle Reiseaktivitäten unterbunden wurden, könnte man auch in dieser Branche von einem Stillstand oder zumindest einer harten Delle ausgehen.

Der CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso (Caravaning Industrie-Verband Deutschland) hat sich allerdings unlängst in einem Focus-Interview eher optimistisch geäußert. Langfristig, so der Experte, werde die Corona-Pandemie die Reise- und Kauflust keinesfalls beeinträchtigen.

Doch auch mittelfristig könne die Caravaning-Branche sogar (leicht) profitieren. Immerhin hätten die meisten europäischen Produzenten die Herstellung von Caravans nicht komplett eingestellt, die Bänder liefen auch während der Krise durch. Seit Anfang Mai 2020 wird die zunächst gedrosselte Produktion nun wieder hochgefahren.

Dabei achte man allerdings innerbetrieblich rigoros auf die Einhaltung der Schutz- und Präventivmaßnahmen gegen das Virus. Abzuwarten bliebe nun, so Onggowinarso, ob die Lieferketten mittelfristig Bestand hätten. Hier sehe man eine sehr dynamische Situation.

Zunächst habe das laufende Jahr 2020 mit starken Zahlen bei den Neuzulassungen begonnen, die allerdings zuletzt gesunken seien. Jedoch sei kein extremer und dauerhafter Absatzeinbruch zu erwarten. Langfristig werde die Reiselust keinesfalls sinken.


Als Problem bezeichnete es Onggowinarso, dass Verkaufs– und Präsentationsmessen im laufenden Frühjahr abgesagt werden mussten. Auch einige Händler mussten komplett schließen.

Caravaning: Neustart nach der Pandemie?

Noch seien die Auftragsbücher der Hersteller voll, so der Branchenchef. Auch gehe es der Branche wegen des Booms der vergangenen Jahre so gut, dass nicht unmittelbar viele Insolvenzen zu befürchten seien.

Die Nachfrage nach einem Ende der Pandemie sei derzeit zwar schwer zu prognostizieren, jedoch gehe er persönlich nicht von einem abrupten Ende des seit Jahren andauernden Booms aus. Immerhin würden sich die Käufer von Wohnmobilen und Caravans einen seit vielen Jahren gehegten Lebenstraum erfüllen, für den sie auch lange gespart hätten.

Zwar werde es sicher zu zeitlichen Verschiebungen bei den Kaufvorhaben kommen, doch kaum jemand werde den Traum vom Reisen im Caravan komplett aufgeben. Dagegen spräche auch die momentane Alternativlosigkeit.

Während Hotels geschlossen blieben und weltweite Reisewarnungen für Touristen gelten würden, könne man mit dem Caravan immer noch unterwegs sein – wenn auch unter Einhaltung der geltenden Regeln.

Nach der Pandemie könnten viele Kaufinteressenten ihr aufgeschobenes Vorhaben nachholen. Das dürfte der Branche einen kräftigen Schwung verpassen – als Neustart nach der Pandemie.

Caravaning könnte gestärkt aus der Krise herauskommen

Onggowinarso erwartet, dass die individuelle Urlaubsform des Caravanings besser aus der Pandemie-Krise kommt als alle Reiseformen, bei denen die Urlauber Massenverkehrsmittel benutzen müssen.

Diese seien nicht nur durch gesetzliche Auflagen eingeschränkt, sondern hätten auch einen erheblichen Imageschaden erlitten. Daher sei seine Branche auf lange Sicht gut aufgestellt und vergleichsweise optimistisch.

Zur aktuellen Situation (Stand: Anfang Mai 2020) merkte der Verbandschef an, dass es natürlich derzeit keinen gewohnten Caravaning-Urlaub in Europa geben könne – immerhin wurden die Reisemobilstellplätze in vielen Teilen Europas geschlossen. Man erwarte aber baldige Öffnungen.

Möglicherweise falle die weitere Lockerung von Kontaktbeschränkungen mit dem Beginn der heißen Caravaning-Saison zusammen. Dann hätte seine Branche die Gesundheitskrise vergleichsweise glimpflich überstanden.


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