Du willst nicht immer wieder auf den selben Stellplatz fahren, bloß weil es dir dort so gut gefällt!? Du bist unterwegs, es ist spät geworden und du bist müde, nun müsstest du dringend einen Stellplatz in der Nähe finden… Wer kennt diese typischen „Womo-Probleme“ nicht!? Da kann es nur zu gut sein, einen passenden Stellplatzführer oder eine passende App zu besitzen.





    Wie bitte finde ich schnell und gut einen passenden Stellplatz?

    Du willst nicht immer wieder auf den selben Stellplatz fahren, bloß weil es dir dort so gut gefällt!? Du bist unterwegs, es ist spät geworden und du bist müde, nun müsstest du dringend einen Stellplatz in der Nähe finden…

    Wer kennt diese typischen „Womo-Probleme“ nicht!? Da kann es nur zu gut sein, einen passenden Stellplatzführer oder eine passende App zu besitzen. Daher möchte ich euch heute an dieser Stelle eine kleine Auswahl aus dem großen Angebot mit – natürlich subjektiv betrachtet – den entsprechenden Vor- und Nachteilen anbieten. Auf geht’s!

    Was ist wichtig?

    Vorausschicken möchte ich, dass alle Anbieter nicht nur die Adresse oder die GPS-Daten nennen (letztere haben leider die Angewohnheit nicht immer zu stimmen, da beim Schreiben erfahrungsgemäß schnell Übertragungsfehler passieren können!), du findest zudem viele weitere wichtige Informationen.

    Für meine Bewertung für den guten persönlichen Gebrauch habe ich nach folgenden Informationen Ausschau gehalten:

    • genaue Adressenangabe
    • GPS-Daten
    • Telefon-/FAX-Nummer
    • E-Mail-Adresse
    • Anzahl der möglichen Stellplätze
    • Ent- und Versorgungseinrichtungen
    • Dusche/WC (erscheint mir als autarke Wohnmobilistin extrem nebensächlich, kann aber im Winter angenehm sein)
    • Umgebungsinformationen (Entfernungen zum Einkaufen, Gewässer, Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen etc.)
    • Hunde erlaubt/Gassi-Geh-Möglichkeit (ein ganz persönliches Problem, das jedoch viele Wohnmobilisten mit mir teilen)
    • maximale Fahrzeug-Länge/maximales Gewicht

    Selber musst du dich natürlich auch noch entscheiden, ob du zur Stellplatzfindung lieber ein gebundenes Buch, eine Art Atlas oder eine Online-Version, also eine APP bevorzugst.

    Wenn du mich fragst, ich bin diesbezüglich gleich mehrfach versorgt: Wenn ich weiß, wohin ich möchte, habe ich meine Lieblings-Reiseführer in Buchform an Bord (eigentlich sind bestimmte immer mit dabei), zudem besitze ich zwei kostenpflichtige Apps, führe einen bekannten, gebundenen Stellplatzführer mit mir und habe Zugriff auf mehrere Online-Portale.

    Doch nun zur Vorstellung, wobei ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hege, vielmehr nenne ich die beliebtesten bzw. bekanntesten und von mir teilweise benutzten. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar!

    Gebundene Stellplatzführer:

    1. ACSI CampingCard & Stellplatzführer

    Dieses gebundene Buch enthält mehr als 9.000 Stellplätze sowie über 3.600 Campingplätze und wird jedes Jahr neu überarbeitet. Mit der dazugehörenden CampingCard kannst du zu bestimmten Zeiten auf einigen Campingplätzen bis zu 60% Ermäßigung „rausschlagen“. Im Übrigen ersetzt die ACSI Club ID auf den Campingplätzen den Personalausweis.

    Das Buch kann gekauft oder abonniert werden. Es gibt zwei Bände, die ich beide im Abonnement habe: Deutschland sowie europäisches Ausland.

    ACSI stammt übrigens aus den Niederlanden (und was das für Camping bedeutet, weiß man nur zu gut!?). Wer mag, kann auch den ACSI-Campingplatzführer kaufen. Ebenso gibt es eine CampingCard ACSI-App.

    • Stellplatzbeschreibungen/Piktogramme: Super
    • Menge der Stellplätze: Super, vor allem auf Frankreich und Deutschland bezogen.
    • Preis: ab 21,95 € (gestaffelte Preise, je nach Mitgliedschaft oder nicht bzw. mit oder ohne App)

    Fazit: Wir haben dieses Buch stets an Bord. Es ist handlich und eignet sich für unterwegs sowie für die Planung daheim. ACSI beinhaltet viele Stellplätze innerhalb Deutschlands und verhältnismäßig viele in Frankreich und hat mir schon zahlreiche, mir unbekannte Stellplätze gezeigt.

    2. Bord Atlas Stellplatzführer

    Der Bordatlas Stellplatzführer Deutschland und Europa von der Fachzeitschrift Reisemobil International herausgegeben wird ebenfalls jährlich neu veröffentlicht und umfasst die 2 Bände „Deutschland“ und „Europa“.

    Dieser Stellplatzführer verspricht über 6.400 Stellplätze (Ich habe sie nicht nachgezählt!), jedoch auf Deutschland und Europa bezogen. Jedem Buch liegen am Ende Stellplatzgutscheine für bestimmte Zeiten bei.

    Bislang war ich dafür wohl jeweils zur falschen Zeit am falschen Platz!? Ein zusätzlicher 50%-Rabatt-Coupon verspricht die preiswerte Nutzung der tagesaktuellen BORDATLAS WebApp.

    • Beschreibung/Piktogramme: gut
    • Menge der Stellplätze: unbefriedigend
    • Preis: 27,90 € / Online-Angebot 16,90 für 12 Monate oder 9,90 für 2 Monate

    Fazit: Optisch ist der Bordatlas sehr ansprechend, jedoch finde ich persönlich hier viel zu wenig Stellplätze vor. Die meisten genannten Plätze befinden sich in Deutschland, der Rest ist teils eine extrem kurze Auswahl in anderen europäischen Ländern. Außerdem entspricht das System der Auflistung nicht meinem Suchverhalten. Zudem finde ich das Format unhandlich.

    3. ADAC Stellplatzführer

    Der ADAC Stellplatzführer ist meiner Ansicht nach im Laufe der Jahre immer besser geworden. Auch hier gibt es wieder 2 Bände. Beschrieben werden etwa 6.700 Stellplätze in 37 europäischen Ländern. Dem Werk beigefügt ist eine kostenlose ADAC Campcard, mit der man Rabatte – auch für Mietunterkünfte – bekommt.

    • Stellplatzbeschreibung/Piktogramme: sehr gut
    • Menge der Stellplätze: (sehr) gut
    • Preis: 24,80 €

    Fazit: Der Stellplatzführer ist – vor allem für die Suche innerhalb Deutschlands – empfehlenswert, da genügend Vorschläge vorhanden und die Beschreibungen gut zu handhaben sind.

    4. Landvergnügen Stellplatzführer

    Ein noch sehr junger Stellplatzführer der besonderen Art, der sich selber „Reise- und Genussführer für Campingfreunde“ nennt. Genannt werden über 800 kostenfreie Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb Deutschlands auf Bauernhöfen, Weingütern sowie bei Brauereien, Imkereien oder Käsereien. Zusätzlich zum Buch, das recht gut die einzelnen Möglichkeiten beschreibt, bekommst du die jeweilige Jahresvignette sowie eine Landvergnügen-App.

    • Stellplatzbeschreibungen/Piktogramme: sehr textreich, sehr gut
    • Menge der Stellplätze: relativ große Auswahl
    • Preis: 34,90 €

    Fazit: Eine besonders schöne Sache, vor allem dann, wenn Kinder mitreisen, da die Plätze naturverbunden sind und man häufig Tiere in seiner Nähe hat. Eine – wenn vielleicht auch nur innere – Verpflichtung, beim Gast dessen regionale Produkte zu kaufen, hält mich davon ab, derartige Plätze (oft) anzunehmen.

    Landvergnügen ist vergleichsweise etwas teurer als die anderen, bislang erwähnten Stellplatzführer, dafür sind die Stellplätze kostenlos. Wichtig zu wissen, dass sowohl Buch als auch Vignette personen- und fahrzeuggebunden – also nicht übertragbar – sind.

    Gebundene Stellplatz- und Reiseführer

    Stellplatz- und Reiseführer sind meist taschenbuchartige Bücher, die sowohl Stell- als auch Campingplätze benennen, Tourenvorschläge bieten und Sehenswürdigkeiten beschreiben. Es gibt verschiedene Verlage, die sich ausschließlich diesem Metier widmen. Dabei haben sie oft einen festen Stamm an Autoren.

    Generell schießen derartige Reiseführer gerade in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Das Wohnmobilgeschäft boomt, und mit ihm die Neuerscheinungen der Stellplatz- und Reiseführer.

    An dieser Stelle möchte ich die bekanntesten Reihen kurz nennen:

    1. „Mit dem Wohnmobil nach…“ aus der WOMO-Reihe; Verlag Reinhard Schulz, Mittelsdorf
    2. Reise Know-How-Wohnmobil-Tourguide-Bücher; Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH
    3. Rau-Mobilreisen; Rau-Verlag
    4. M & AE; MOBIL & AKTIV ERLEBEN Wohnmobil-Reiseführer; Johannes Hünerfeld

    Nachteil: Die Bücher können jeweils nur eine bestimmte Region oder ein Land bearbeiten, da es sich nicht um eine reine Aufzählung von Plätzen handelt. Daher eignen sie sich eher für die Reisevorbereitung, wenn man weiß, wohin man ungefähr reisen möchte.

    Vorteil: Es sind farbige, bebilderte Ausgaben mit jeder Menge Zusatzinfos, die oft so geschrieben sind, dass man es wie einen Reisebericht – also wie ein gutes, unterhaltsames Buch – lesen kann. Die Preise variieren von ca. 17 € bis hin zu nahezu 30 €.

    Zusatzinfo: Die Aktualität ist nicht so vorhanden wie bei den reinen Stellplatzführern. Das liegt natürlich daran, dass es sich bei den Werken um höchstens ein bis zwei Autoren je Buch handelt, während die reinen Stellplatzführer die Ergebnisse vieler Stellplatzbesucher bzw. –Kontrolleure verschriftlichen.

    Dennoch sind die Verlage um Aktualität bemüht. Der WOMO-Verlag etwa fordert von seinen Autoren ein, die jeweiligen Werke spätestens alle 4 Jahre nachzurecherchieren und das Buch zu erneuern. Ferner werden im eigenen WOMO-Forum jeweils verschiedene Neuigkeiten online an die Leser weitergegeben.

    Stellplatzführer Digitale Versionen:

    Es gibt zahlreiche digitale Stellplatzführer von unterschiedlichen Anbietern. Du kannst sie entweder über den PC daheim oder den Laptop unterwegs aufrufen.

    Die Apps erlauben dir ferner, mit dem Tablet oder dem Smartphone passende Plätze zu finden. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich vor allem dadurch, ob sie kostenpflichtig oder gratis sind, sowie dadurch, ob sie nur online oder auch offline benutzt werden können.

    Vorteile: Sehr praktisch, da kein zusätzliches Gewicht vorhanden ist, das meist eh schon beim Womo knapp bemessen ist. Zudem nimmt es keinen Platz weg, denn Handy & Co sind bei den meisten Wohnmobilisten sowieso an Bord.

    Digitale Stellplatzführer enthalten wesentlich mehr Stellplatzangebote als andere. Suchmasken ermöglichen dir, geeignete Plätze rasch ausfindig zu machen. In vielen Fällen bekommt man Fotos, Bewertungen oder gar kurze Reiseberichte mitgeliefert.

    Die gelieferten Informationen sind häufig extrem aktuell, da sie direkt von Womo-Fahrern ins Netz gestellt werden. Man könnte sagen: Digitale Stellplatzführer leben.

    Nachteil: Du musst dich ein wenig in der digitalen Welt auskennen. Man sollte ferner stets für einen geladenen Akku oder einen Stromanschluss sorgen sowie – falls die Seite nur online funktioniert – Internetanschluss vor Ort besitzen.

    Hier nur wenige der vorhandenen Websites, die – wie ich finde – empfehlenswert sind:

    1. Campercontact

    Es handelt sich hierbei um einen niederländischen Anbieter, der über 30.000 Plätze in mehr als 60 Ländern beschreibt. Bei der Anwendung kann man zwischen 6 Sprachen wählen.

    Es ist möglich, eine kostenlose Testversion mit eingeschränkten Funktionen sowie einer kleineren Datenbank zu benutzen. In der Regel sind derartige Informationen ausreichend.

    Jedoch ist die Vollversion der App zu einem Jahresbetrag von lediglich 5,99 € auch keine unnütze, größere Geldausgabe. Wenn du nicht selber verlängerst, schaltet sich automatisch wieder die Lite-Version ein.

    Mit Campercontact findest du sowohl Stellplätze, als auch wohnmobilgeeignete Campingplätze nebst Ver- und Entsorgungsstationen.

    Die Vollversion funktioniert auch im Offline-Modus.

    Im Übrigen kannst du bei Campercontact selber Fotos und neue Stellplätze hochladen, eine Meinung kundtun, Routen planen und sogar den Parkplatz markieren, wo gerade dein Womo parkt.

    Fazit: leicht zu handhaben, sehr informativ, prima Suchmaschine

    2. park4night

    Park4night ist eine Software, die hilft, Stell-, Camping-, Wald- & Picknickplätze sowie Übernachtungsmöglichkeiten auf Bauernhöfen etc. zu finden.

    Sie unterstützt nicht nur dein Stehen auf offiziellen Plätzen, sondern nennt zahlreiche Plätze für Freicamper. Dabei werden die Plätze von den Benutzern selber erfasst und beschrieben. Dies geschieht allerdings in deren Muttersprache, was jedoch per Internet schnell übersetzt werden kann.

    Du kannst also bei Park4night selber aktiv werden, Plätze melden, Fotos hochladen sowie Meinung kundtun.

    Park4night bietet eine schier unendliche Zahl an Stellplatzvorschlägen innerhalb Deutschlands, ganz Europas sowie in großen Teilen Amerikas und in einigen anderen außereuropäischen Ländern. Zu den einzelnen Informationen erhältst du Fotos sowie eine Satellitenansicht von Plätzen und Karten.

    Ein toller Service ist der, dass du angibst, in wie viel Kilometern dein Stellplatz vom momentanen Standplatz aus entfernt sein soll.

    Du kannst sowohl eine kostenlose als auch eine bezahlte Version haben. Die kostenlose Nutzung funktioniert lediglich online, aber (fast) in Vollversion. Für eine Offline-Version muss du 9,90 € im Jahr bezahlen. In dieser Version hast du weder Werbung noch Probleme mit schlechtem Empfang.

    Fazit: Tolle Seite, die ich auf mein Handy geladen habe und sehr oft nutze. Da die Seite französischen Ursprungs ist, finde ich als Viel-Frankreich-Fahrerin besonders viele Plätze in diesem Land. Zur Lachnummer wird manchmal die maschinelle Übersetzung aus der Originalsprache ins Deutsche.

    3. Campingcar-infos

    Diese Seite möchte ich nur ganz kurz vorstellen, da sie hauptsächlich Sinn macht, wenn du gut französisch sprichst.

    Die App Campingcar-infos kann kostenlos online benutzt werden, ist – vor allem was Frankreich anbelangt – extrem aktuell und weist eine Unmenge an französischen Stell- und Campingplätzen aus.

    Bezüglich anderer Länder war ich bislang auf dieser Seite noch nicht unterwegs. CCinfos besitzt ebenfalls ein Forum, wo man sich – in Französisch – austauschen kann. Auch hier lebt die Seite von den Benutzern.

    Also, Frankreichfans: Klickt mal rein!

    So, ich hoffe, du hast ein klein wenig Licht ins Dunkel der zahlreichen Stellplatzführer bekommen und findest deinen Favoriten. Weiterhin gute Fahrt!

    TIPP:

    Falls du auf der Suche nach Entsorungsstationen in Deutschland und Europa bist, kann dir diese Broschüre vielleicht weiterhelfen: Alle Entsorgungsstationen in Deutschland und Europa


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