Führerschein-Umtausch, höhere Spritpreise, Maskenpflicht

Führerschein-Umtausch, höhere Spritpreise, Maskenpflicht


Führerschein-Umtausch, Maskenpflicht im Auto, Kaufprämie für Plug-in-Hybride, Typklassen der Kfz-Versicherung, Kraftstoffpreise, TÜV-Plakette 2022 – all das und noch einiges mehr wird sich im Jahr 2022 für Autofahrer in Deutschland ändern.

Was ändert sich 2022 für Autofahrer ? | Campingnews Wochenrückblick 47/2021

Das neue Jahr bringt neue Regeln – auch 2022 gilt das für alle Autofahrer. Es stehen zwar keine bahnbrechenden Änderungen wie zum Jahreswechsel an, dennoch gibt es für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer einige Dinge zu beachten.


Schon seit 9. November 2021 ist die vielleicht wichtigste Änderung in Kraft, aber es lohnt sich, sie hier noch einmal zu erwähnen: die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) mit deutlich härteren Strafen für viele Verkehrssünder.

>>> Bußgeldkatalog 2021 – welche Strafen drohen? <<<

Führerschein-Umtausch – wer muss 2022 seinen Führerschein umtauschen?

Die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958, die noch einen rosa oder grauen Führerschein besitzen, sind verpflichtet, ihn bis zum 19. Januar 2022 gegen einen fälschungssicheren Scheckkartenführerschein umzutauschen. Wird man mit dem alten Führerschein erwischt, riskiert man ein Verwarnungsgeld von zehn Euro und muss anschließend den umgetauschten Führerschein bei der Polizei vorlegen – sonst droht erneut ein Bußgeld.

Für den neuen Führerschein, der 15 Jahre lang gültig ist, werden 25 Euro fällig. Ab dem 19.1.2023 müssen Führerscheininhaber der Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964 den „Lappen“ umtauschen.

Der Führerschein-Umtausch ist verpflichtend und muss vorgenommen werden.

Gilt ab 2022 eine Maskenpflicht im Fahrzeug?

Ab nächstem Jahr werden auch Masken in jedem Auto Pflicht – nicht im Gesicht, sondern im Verbandskasten. Fehlen sie, wird ein Bußgeld fällig.

Dies ist in einer Änderung der Straßenverkehrszulassungsordnung vorgesehen, die aller Voraussicht nach 2022 in Kraft treten wird. Das genaue Datum ist noch unklar, ebenso wie die Höhe des Bußgeldes. Für fehlende Erste-Hilfe-Ausrüstung im Fahrzeug werden bislang 5 Euro fällig.

Neue Fahrzeugtypen müssen mit zusätzlichen Assistenzsystemen ausgestattet werden

Ab dem 6. Juli 2022 werden verschiedene Assistenzsysteme serienmäßig für alle typgeprüften Pkw vorgeschrieben sein. Dazu gehört der Intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA). Das System warnt den Fahrer, wenn er das geltende Tempolimit überschreitet.


Weitere Systeme sind die Black Box, der Notbremsassistent und der Spurhalteassistent sowie die Vorrichtung für eine alkoholsensitive Wegfahrsperre.

Ab 2022 müssen Fahrzeuge mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen oder mehr – vor allem Transporter und Lkw – einen Abbiegeassistenten haben, der vor Unfällen warnt. Die Verordnung gilt zunächst für neue Modelle und ab 2024 für alle Neufahrzeuge (wahrscheinlich auch für Wohnmobile).

Zuletzt aktualisiert am 24. Januar 2022 um 20:35 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Werden die Spritpreise im Jahr 2022 noch teurer?

Die nächste Stufe der CO2-Bepreisung wird am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Eine Tonne CO2 wird dann 30 Euro kosten, was den Benzinpreis deutlich erhöhen wird. Dies führt zu einer Preiserhöhung für Benzin von 8,4 Cent und für Diesel von 9,5 Cent pro Liter. Zuvor lag der Aufschlag bei 7 bzw. 8 Cent.

Die Entwicklung der Kraftstoffpreise wird jedoch weitgehend durch den Ölpreis bestimmt, der wiederum von der Menge des geförderten Rohöls und der weltwirtschaftlichen Entwicklung während oder nach Corona abhängt. Eine zuverlässige Vorhersage ist daher nicht möglich.

Die Farbe der TÜV-Plakette im Jahr 2022

Fahrzeuge, die nicht erstmals zugelassen werden, erhalten nach der Hauptuntersuchung (HU) im Jahr 2022 eine grüne TÜV-Plakette, müssen also im Jahr 2024 erneut überprüft werden.

Neu zugelassene Fahrzeuge erhalten eine orangefarbene Plakette und haben drei Jahre Zeit (wie immer), die Vorschriften zu erfüllen. Alle Fahrzeuge mit einer braunen Plakette müssen sich im nächsten Jahr einer Hauptuntersuchung unterziehen.

Was ändert sich bei der KFZ-Versicherung für das Jahr 2022?

Mit Beginn des Jahres 2022 werden sich die Typklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung ändern. Für viele Autofahrer gelten künftig höhere Typklassen. Doch ca. vier Millionen Autofahrer profitieren von der Neueinstufung und sparen dabei. Für die meisten Autofahrer ändert sich allerdings nichts.

Im Bereich der Vollkaskoversicherung erhalten rund drei Prozent der Fahrzeuge eine höhere und rund 40 Prozent eine niedrigere Einstufung. Bei der Teilkaskoversicherung kommen rund vier Prozent in höhere und 32 Prozent in niedrigere Typklassen.

Wie teuer ist das Reisen im Jahr 2022 – Maut und Vignettenpreise für Österreich und die Schweiz

Von Ende November 2021 an sind die neuen Vignetten für Österreich in der Farbe Marille erhältlich und von Dezember 2021 bis Januar 2023 gültig. Das Preisniveau wird sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Inflationsausgleich von durchschnittlich 1,4 Prozent erhöhen.

Damit kostet die Pkw-Jahresvignette 93,80 Euro, die Zweimonatsvignette 28,20 Euro und die Zehntagesvignette 9,60 Euro. Motorradfahrer zahlen 37,20 Euro, 14,10 Euro und 5,60 Euro. Auch die digitale Vignette gibt es in drei Modellen für zehn Tage, zwei Monate oder das ganze Jahr.

Sie kann online gebucht werden, und durch die Registrierung des Kennzeichens entfällt die Notwendigkeit von Aufklebern.

Für die Schweiz müssen Autofahrer, die eine Jahresvignette benötigen, künftig ca. 38 Euro bezahlen. Für die Vignette werden also weiterhin 40 Franken fällig. Sie gilt für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen und für 14 Monate – vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Januar 2023. Die elektronische Version wird ab 2023 zusätzlich zur Klebevignette zum gleichen Preis erhältlich sein.

Strengere Förderkriterien für Plug-in-Hybride

Ab dem 1. Januar erhalten Käufer von Plug-in-Hybriden nur noch dann eine staatliche Förderung, wenn das Modell eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern aufweist. Später werden 80 Kilometer vorgeschrieben – ursprünglich sollte dies 2025 der Fall sein, aber die neue Bundesregierung will nun schon 2023 strenger werden.

Bisher lag der Mindestwert bei 40 Kilometern oder einem maximalen Ausstoß von 50 Gramm CO2 pro Kilometer. Im kommenden Jahr bleibt die Emissionsgrenze unverändert.

FAZIT

Im kommenden Jahr wird es für Autofahrer hart: Die Bußgelder werden ebenso stark steigen wie die Kraftstoffpreise. Führerscheininhaber müssen einen Führerschein-Umtausch vornehmen, und die Subventionen für E-Autos mit Plug-in-Hybridantrieb werden verschärft.

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