Hymer Gewichtsproblem – Reisemobile mit falschen Gewichtsangaben?

Hymer Gewichtsproblem – Reisemobile mit falschen Gewichtsangaben?

Hymer-Gewichtsproblem – Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die Geschäftsräume der Erwin Hymer Group in Bad Waldsee besucht. Es geht um die Klärung des Vorwurfs von Gewichtsdiskrepanzen bei Reisemobilen. Was das für die Camper bedeutet und wie schwerwiegend die Vorwürfe sind, erfährst du in diesem Artikel.

Hymer soll falsche Gewichtsangaben bei Reisemobilen bis 3,5 Tonnen gemacht haben | Campingnews Wochenrückblick 05/2022

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen den Reisemobilhersteller Hymer wegen des Verdachts auf Betrug. Dabei geht es nicht um Abgaswerte, sondern um falsche Gewichtsangaben bei Reisemobilen. In diesem Zusammenhang wurden Ende Januar die Geschäftsräume am Firmensitz in Bad Waldsee durchsucht.


Wie kam es dazu? Bei einer Durchsuchung sind in der Hymer-Zentrale Unterlagen sichergestellt worden, die belegen könnten, dass bei der Zulassung von Fahrzeugen der Hymer-Gruppe falsche Angaben zum Eigengewicht gemacht wurden. Aus welchem Grund? Um dem Fahrzeugkäufer eine Lademöglichkeit anbieten zu können, die den heutigen Anforderungen entspricht.

Welche Folgen kann das Hymer-Gewichtsproblem haben?

Die Angabe von falschen Gewichten kann schwerwiegende Folgen haben. Das liegt daran, dass Fahrzeuge bis zu einer Obergrenze von 3,5 Tonnen mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden dürfen. Bei schwereren Fahrzeugen ist ein Lkw-Führerschein notwendig. Lediglich diejenigen, die noch einen Führerschein nach der alten Klasse 3 besitzen, dürfen Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 7,5 Tonnen fahren. Deshalb ist es für Wohnmobilkäufer oft entscheidend, dass das Wohnmobil das Gewicht von 3,5 Tonnen nicht überschreitet.

Natürlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung. Sollte sich jedoch herausstellen, dass bei Hymer-Reisemobilen falsche Gewichtsangaben gemacht wurden, drohen den Besitzern ernsthafte Probleme, da sie ihr Wohnmobil möglicherweise nicht mehr fahren dürfen, weil sie nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis sind.

Gerade in beliebten Urlaubsländern sind die Strafen für überladene Wohnmobile drastisch, im schlimmsten Fall drohen den Wohnmobilisten sogar Haftstrafen.

Was ist zu tun, wenn die Gewichtsangaben meines Wohnmobils tatsächlich falsch sind?

Grundsätzlich empfehlen wir jedem Wohnmobilfahrer, das Leergewicht seines Fahrzeugs zu überprüfen. Dazu gibt es genügend Möglichkeiten, z.B. bei jedem Entsorgungshof.

Wenn die Gewichtsangaben tatsächlich falsch sind, sind die betroffenen Fahrzeuge mangelhaft. Käuferinnen und Käufer dieser Fahrzeuge können ihre Rechte geltend machen. Dies wären z.B. Gewährleistungsansprüche gegen den Händler, Rücktritt vom Kaufvertrag oder ggf. Schadensersatzansprüche.

Eine Prognose, wie lange die Auswertung der sichergestellten Daten und Materialien aus Bad Waldsee dauern wird, gibt die Staatsanwaltschaft nicht ab. Eine Hymer-Sprecherin kündigt an, dass das Unternehmen „mit den Behörden kooperieren wird, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären“.

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